Dezember 2010: Historische Altartafeln aus dem Dornröschenschlaf erweckt

Die Pfarrkirche besitzt 4 historische Ölbilder aus der Erbauerzeit der Kirche (1898). Diese jeweils 50 × 70 cm großen Holztafeln waren Teile des Hochaltares. Früher wurden diese Tafeln z.B. in der Fastenzeit vor den Reliefdarstellungen des Hochaltares angebracht.
Dieser Brauch wurde nach den Umbauten in der Anrather Kirche um 1969 und durch die Veränderungen, die das II. Vatikanische Konzil mit sich brachte, nicht mehr fortgeführt.
Die Hochaltarbilder gerieten in Vergessenheit und waren für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Auf den Bildern werden Prozessions- und Anbetungsszenen im Stile des 19. Jahrhunderts dargestellt. Die Kleidung der Priester und Messdiener entsprechen der Messkleidung der Zeit. Eine Besonderheit ist Darstellung des Anrather Pastors Schöneberger, der die jetzige Kirche erbauen lies. Auch im ausgehenden 19. Jahrhundert war es eigentlich schon nicht mehr üblich, lebende Personen in Kirchenbildern mit aufzunehmen. Heute wäre so etwas unvorstellbar.
Der Kirchbauverein hat diese Bilder aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt und sie wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Hierzu hat der Anrather Schreinermeister Thomas van der Hoven einen diebstahlsicheren Glasrahmen gefertigt und im linken Seitenschiff der Kirche montiert. Die vier Bilder werden darin in ihrem unrestaurierten Originalzustand gezeigt.

Dieses Projekt wurde durch die großzügige Unterstützung der Volksbank Mönchengladbach eG ermöglicht. Die Vertreter des Kirchbauvereins bedanken sich hierfür ganz herzlich und freuen sich, dass auf diese Weise ein zeitgeschichtliches Dokument – im wahrsten Sinne des Wortes – wieder einen würdigen Rahmen finden konnte.

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