August 2009: Adler-Lesepult wieder im Einsatz

Das Adler-Lesepult stammt aus der Erbauungszeit der jetzigen Kirche und ist dem Stile der Neugotik angelehnt. Auf dem Rücken der Adlerschwingen liegt die Auflage für das Vorlesebuch. Ursprünglich war das Pult zweigeteilt. Der obere Teil konnte nach dem Vorlesen gedreht werden. Das aufgeschlagene Buch, z.B. die Bibel mit dem Evangelientext des Tages, war so für alle einsehbar. Der Adler ist seit dem Mittelalter das Attribut des Evangelisten Johannes. Über dessen Namensverwandtschaft zu Johannes, dem Täufer, ist außerdem eine indirekte Verbindung zu unserem Pfarrpatron der Kirche geschaffen. Der Anrather Schreinermeister Thomas van der Hoven restaurierte und stabilisierte das Lesepult.
Jetzt steht es im Mittelgang der Kirche und trägt das Evangeliar zur Einsicht des aktuellen Evangeliums. Bei den Gottesdiensten wird das Buch feierlich von dort zum Ambo geholt und nachher wieder auf dem Pult abgelegt. Mit dieser Einbindung in den liturgischen Ablauf erhält das Pult somit einen besonderen Stellenwert.

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