Juni 2010: Restaurierung von drei Meßkelchen

Der Narings-Kelch vor und nach der Restaurierung

Durch eine großzügige Einzelspende konnten zur 1000-Jahr-Feier Anraths drei aus dem späten 19. Jahrhundert stammende Messkelche wieder ihrer liturgischen Verwendung zugeführt werden. Sie waren verbogen und teilweise so stark geschädigt, dass sie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr genutzt werden konnten.

Ein reich verzierter Kelch von Wilms, Düsseldorf, musste nur neu ausgerichtet und gereinigt werden.
Ein Kelch von Gustav Breiter, Mönchengladbach, war am Fuß verbogen, stark verschmutzt und musste völlig neu aufgebaut werden. Ferner war der Nodus (Knauf) zusammengepresst. Durch die Restaurierung ist der Kelch jetzt etwas höher als vorher.
Prachtstück und leider auch am stärksten geschädigt war ein Kelch von Wilhelm Narings, Düsseldorf (siehe Bild oben. Hier war die Vergoldung lückenhaft und der Nodus völlig verbäult. An der Halterung der Cuppa (der eigentliche Becher) waren neugotische Verzierungen abgebrochen, die rekonstriert werden mussten. Nach der Neuvergoldung zeigt der Kelch sich in seiner ganzen Pracht. Der Kelch wurde für die alte Anrather Kirche angefertigt und hat in seiner Symbolik einen ganz intimen Bezug zu unserer Gemeinde. Neben Christus und Maria werden hier im Fuß des Kelches Bildnisse der für Anrath bedeutensten vier Heiligen gezeigt: Den Täufer Johannes als Pfarrpatron, den Erzbischof Heribert als Gründer der Pfarre, den Apostel Matthias als Patron unserer Bruderschaft und den früchristlichen Märtyrer Sebastian als Patron unserer Schützen.
Der Kelch wird zu hohen Festtagen genutzt und am Patrozinim 2010 von Kardinal Meißner erstmals wieder genutzt. Alle Arbeiten wurden vom Kevelaerer Gold- und Silberschmied Norbert van Ooyen ausgeführt.

---

Ältere Projekte finden Sie in unserem Projektarchiv:

Zum Projektarchiv